Iberoamerika-Kreis
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El violín

Ein Film von Francisco Vargas | Mexiko 2005


Freitag 24. Februar 2012 |  19:30 Uhr  

Auslandsgesellschaft NRW
Steinstraße 48 | 44147 Dortmund


- Eintritt frei / FSK 12 Jahre -
                                                                                                                                                                                    
  

El violín thematisiert die schwierige Lage der indigenen Bevölkerung Mexikos im Kampf gegen Elend, Ungerechtigkeit und Unterdrückung.

 

Der Film erzählt die Geschichte einer Musiker- und Guerilleros-familie. Die einzige Möglichkeit ihre Lebensumstände zu verbessern scheint der gewaltsame Kampf zu sein. So verbringen der einhändige Geigenspieler Don Plutarco Hidalgo, sein Sohn Genaro und Enkel Lucio die Tage als Musiker in der Stadt, um für einen geplanten Aufstand ihres Dorfes Waffen zu besorgen. Als sie jedoch in die Berge zurückkehren, erfahren sie, dass das Dorf von Militärs aufgespürt und angegriffen, die meisten Männer umgebracht und Genaros Frau und Tochter von den Militärs verschleppt wurden. Zu allem Unglück befand sich zu diesem Zeitpunkt noch ein Großteil der dringend benötigten Munition der Rebellen im Dorf.

 

Während die Rebellenführer beraten, nimmt Don Plutarco die Sache selbst in die Hand und geht nur mit seiner Geige ausgerüstet in das  besetzte Dorf. Er riskiert neben seinem Leben auch das geliebte Instrument zu verlieren. Doch er hat Glück. Der Kommandant schient von seiner Musik fasziniert zu sein und erlaubt ihm am nächsten Tag wieder in das Dorf zurückzukehren. So gelingt es Don Plutarco immer näher an das Munitionslager heranzukommen.

 

El violín ist eine großartige Mischung aus Brutalität und Poesie. Selbstverständlich wirkt der Film durch die gelungene Musik. Doch besteht das Faszinierende in der Kombination von melancholischen Geigenklängen, wunderschönen Landschaftsaufnahmen und brutal realistischen Szenen.

 

Den Film in schwarz-weiß zu gestalten, ist ein genialer Kunstgriff: so wird hier nicht das farbenfrohe “TV-Mexiko” sondern die brutale Realität und das harte Leben der Bergbauern dargestellt. Der Film hat eine beruhigende langsame und gemächliche Grundstimmung und verzichtet bewusst auf Action und Kampfszenen.

 

Es ist ein spannender und zugleich anrührender Film, der vor allem auch von den guten Schauspielern getragen wird.

(Sarah Adam)